Römerbrief

Neue Bibelübersetzung Römerbrief  - Private Website von Carmen Roman

Übersetzung: Carmen Roman  - Copyright: Carmen Roman

Kapitel 1: (1) Paulus, Diener des Messias Jesus, berufen, ein Gesandter (Apostel) zu sein und auserlesen zur guten Botschaft von Gott. (2) Gott hat die gute Botschaft vorher durch seine Propheten in der heiligen Schrift vorausgesagt und versprochen. (3) Es ist die gute Botschaft über seinen Sohn, der - in menschlicher Hinsicht - aus den Nachkommen Davids geboren wurde. (4) Der ist als Sohn Gottes gegründet, und zwar in geistlicher Hinsicht, das heißt: dem Geist entsprechend, der heilig ist und heiligt, und durch die Auferstehung Jesu aus den Toten heraus. Das ist der Gesalbte (hebr.: Messias, griech.: Christus) Jesus, unser HERR. (5) Durch IHN haben wir Gnade und Sendung empfangen, damit wir in allen Heidenvölkern Glaubensgehorsam erwecken wegen seines Namens. (6) Auch ihr gehört zu denen, die Jesus Christus berufen hat. (7) An alle, die in Rom sind, denen, die Gott liebt, und die berufen sind, Heilige zu sein: Gnade und Friede euch von Gott, unserem Vater, und von unserem HERRN, dem Messias Jesus. (8) Zu Beginn lobe ich meinen Gott durch Jesus Christus im Blick auf euch alle, es wird nämlich über euren Glauben in der ganzen Welt erzählt. (9) Denn Gott, dem ich in meinem Geist diene, ist mein Zeuge durch die Botschaft seines Sohnes, dass ich immer an euch denke. (10) Ich flehe immer in meinen Gebeten, dass es doch einmal gelingt, dass ich durch Gottes Willen zu euch komme. (11) Ich habe Sehnsucht, euch zu sehen, um euch etwas an Gaben teilhaben zu lassen, die der Geist gibt, damit ihr gestärkt werdet. (12) Auch mich wird der Geist mit euch gemeinsam trösten, beziehungsweise einer den anderen durch euer Vertrauen, das ihr habt und auch ich. (13) Geschwister, ich verheimliche euch nicht, dass ich mir oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen, aber es war mir bisher nicht möglich. Ich will zu euch kommen, damit ich auch bei euch Frucht finde wie bei den anderen Heiden. (14) Ich bin ein Schuldner gegenüber Ioniern (Halbjuden) und Fremdsprachigen, gegenüber Klugen und Naiven. (15) Deshalb bin ich selbstverständlich zur Verfügung, auch euch in Rom die gute Botschaft zu verkündigen. (16) Denn mir ist die gute Botschaft von Christus nicht peinlich, in ihr ist nämlich die Kraft Gottes selbst, und zwar damit alle Glaubenden gerettet werden, zuerst der Jude, dann der Halbjude. (17) In dieser guten Botschaft wird Gottes Gerechtigkeit deutlich: aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: “Aber der Gerechte wird durch seinen Glauben leben” (Habakuk 2 Vers 4). (18) Denn Gottes Zornesglut über alle Bosheit und Verkehrtheit der Menschen ist aus dem Himmel offenbar geworden. So verhindern die Menschen den Glauben durch Verkehrtheit, (19) da ja Gotteserkenntnis unter ihnen deutlich geworden ist, denn Gott hat sie ihnen deutlich gemacht. (20) Sein unsichtbares Wesen, die beständige Kraft und seine Göttlichkeit wird seit der Zeit der Erschaffung der Welt erkannt und gesehen, und zwar an den Werken, damit man keine Möglichkeit hat, sich herauszureden. (21) Weil die Menschen, obwohl sie Gott erkannten, ihn nicht so wichtig nehmen wie Gott (wichtig genommen werden muss) und weil sie ihn nicht loben, sondern sie orientieren sich an Luft und Dunst in ihren Gedankengängen, deshalb befindet sich ihr ahnungsloses Herz im Dunkeln. (22) Wenn die Menschen sagen: “Wir sind Weise”, dann werden sie zu Dummen. (23) Und man verwechselt die Gewichtigkeit des unvergänglichen Gottes mit dem künstlichen Abbild von Menschen oder irgendwelchen Vögeln und von Wesen, die auf allen Vieren gehen oder auf der Erde kriechen. (24) Deshalb hat Gott die Menschen in Unreinheit ausgeliefert und lässt sie in den Gelüsten, die in ihren Herzen sind, so dass sie ihr Inneres zugrunde richten, einer den anderen. (25) Die Menschen verwechseln die Wahrheit mit Lüge, sie dienen den Geschöpfen und nehmen sie wichtiger als den Schöpfer, der gepriesen sei in Ewigkeiten, Amen, das ist gewiss! (26) Deshalb lässt Gott diese Menschen in peinliche Gelüste geraten, denn ihre Frauen vertauschen ihren Dienst, die sie tun sollen, gegen das, was sie nicht tun sollen. (27) So verlassen auch die Mannsbilder den üblichen Dienst gegenüber den Frauen. Statt dessen erhitzten sie sich, einer durch den anderen, durch ihren Trieb. Sie treiben, ein Mann mit dem anderen, was keinesfalls in Gottes Gegenwart geduldet ist. Sie bekommen die Quittung für ihren Abfall von Gott bei sich selbst. Das ist ihnen angemessen. (28) Dementsprechend wie die Menschen nicht zu Gott kommen durch die Erkenntnis, die Gott ihnen gibt, lässt Gott sie durch wertlose “Erkenntnis” tun, was nicht in Ordnung ist. (29) Es gibt bei den Menschen viel Gewalt, Hurerei und Bosheit, ungerechtes Gewinnmachen und Sünde. Die Menschen sind erfüllt von Eifersucht, vom Töten und Streiten, Betrügerei und Intrigen. (30) Menschen gehen mit bösen Gerüchten hausieren, sie hassen und verhöhnen Gott. Sie sind überheblich und zügellos. Sie halten die Sünde hoch. Niemand beachtet, was die Väter sagen. (31) Sie haben keine Einsicht, sind lieblos, haben keine Menschenfreundlichkeit. (32) Sie kennen Gottes Rechtssprüche, sie wissen, dass sie für ihre Taten den Tod verdienen, aber trotzdem praktizieren sie nicht nur das genannte Verhalten, sondern sie haben auch ihre Freude an denen, die so leben. Kapitel 2: (1) Daher, du Urteile fällender Mensch, wer du auch bist, du kannst nichts zu deiner Verteidigung vorbringen. Denn: so wie du Urteile fällst im Blick auf deinen Mitmenschen, urteilst du dein eigenes Leben ab. Du verhältst dich ja genauso. (2) Wir wissen, dass Gottes Rechtssprüche über den, der ihnen entsprechend lebt, gemäß der Wahrheit ergehen. (3) Aber du, Mensch, der über die urteilt, die sich so verhalten, verhältst dich genau wie die anderen, und glaubst du etwa, du könntest dem Richterspruch Gottes entkommen? (4) Außerdem: Wenn du seine riesengroße Güte, sein Erbarmen und seine Geduld verachtest, dann übersiehst du, dass Gottes Güte dich zur Umkehr bringt. (5) Dein steinhartes und unbekehrtes Herz bringt dir Zorn zusammen zu dem Tag und Zeitpunkt, an dem Gottes Zorn und seine Rechtssprüche offenbar werden. (6) Gott wird jedem vergelten, was seinen Taten entspricht. (7) Diesen Menschen gibt Gott das ewige Leben: Denen, die dauerhaft Gutes tun, nach Gottes Gewichtigkeit und Hoheit streben, nach dem, was nie vergeht. (8) Aber denen, die Widerstand leisten und der Wahrheit nicht gehorchen, sondern der Verkehrtheit folgen, die bekommen Zornesglut und Wut. (9) Schmerz und Not über jedes Menschenleben, wenn man Böses tut, zuerst dem Juden, und so auch dem Halbjuden. (10) Gewichtigkeit, Pracht und Friede allen, die das Gute tun, zuerst dem Juden, und so auch dem Halbjuden. (11) Gott ist nicht parteiisch. (12) Denn die, die ohne Gottes Weisung sündigen, leben ohne Gottes Weisung in der Irre. Aber die vor Gottes Weisung sündigen, werden gemäß der Tora gerichtet. (Tora = Weisung, jüdisches Gesetz, 5 Bücher Mose). (13) Denn vor Gott sind nicht die Gerechte, die die Tora hören, sondern die, die die Weisungen ausführen, werden gerecht gesprochen. (14) Wenn nämlich die Heidenvölker, die keine Tora haben, Gottes Weisungen erfüllen, dann haben sie, - wenn auch ohne Tora -, doch Weisungen für ihr Leben, und zwar (15) dadurch, dass sie die Einhaltung der Tora vorweisen, die in ihrem Herzen geschrieben steht. Und die in ihnen vorhandene Erkenntnis bezeugt und ihr Urteilsvermögen kategorisiert und beurteilt dies und jenes, auch ihre Gedankengänge. (16) An dem Tag wird Gott alles, was die Menschen verbergen, richten, und zwar durch Jesus Christus, gemäß dem Evangelium, das ich verkündige. (17) Also du, Jude genannt, stützt dich auf die Tora, auch bist du auf Gott stolz, (18) du weißt, was recht ist, bist in der Tora unterrichtet, du verstehst es, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. (19) Du bist dir sicher, dass du ein Experte bist und die Blinden führst? Willst du den Blinden im Finstern leuchten? (20) Unwissende willst du zurechtweisen, die Sünder willst du lehren? Außerdem weißt du, wie die Erkenntnis und die Wahrheit durch die Tora gebildet werden. (21) Du lehrst also die anderen, aber dich selbst lehrst du nicht. Du predigst: “Stiehl nicht!”, aber du bist selbst ein Dieb. (22) Du lehrst: “Brich nicht die Ehe!”, aber du bist selbst ein Ehebrecher. Du verwirfst Gott und raubst Götzenbilder. (23) Du bist stolz auf die Tora, aber du verwirfst Gott, indem du die Weisungen Gottes übertrittst. (24) “Denn Gottes Name wird euretwegen bei den Völkern entweiht”, so steht es geschrieben (Jes. 52, 5). Die Beschneidung ist zwar gut, wenn du den Weisungen Gottes folgst, aber wenn du die Weisungen Gottes übertrittst, wirst du zum Nichtjuden. (26) Also, wenn der Unbeschnittene die Rechtssprüche der Tora befolgt, rechnet man ihm dann nicht das Heide-Sein als Beschnitten-Sein an? (27) Und wird nicht der natürlich Unbeschnittene, der die Tora hält, dich richten, dich, für den die Schrift vorhanden ist und die Beschneidung? Du übertrittst nämlich die Tora. (28) Denn am Äußeren ist der Jude nicht erkennbar, und am Äußeren beziehungsweise am Fleisch ist die Beschneidung nicht erkennbar. (29) Sondern: Im Inneren ist jemand ein Jude, und im Inneren ist auch die Beschneidung, im Herzen, gemäß dem Geist, und nicht gemäß der Vorschrift. So ist auch die Belohnung eines solchen Menschen nicht von Menschen, sondern von Gott. Kapitel 3: (1) Was ist nun der Vorteil der Juden? Und welchen Nutzen bringt die Beschneidung? (2) Auf jeden Fall sehr viel! Zuerst, dass einem das Wort Gottes anvertraut ist. (3) Was soll es schon, wenn ein Teil der Menschen nicht glaubt? Macht das Defizit an Glauben die Treue Gottes unwirksam? (4) Weit gefehlt! Vielmehr: Gott ist treu, aber alle Menschen sind Lügner, wie geschrieben steht: damit “du gerecht wirst durch” Gottes “Wort, und so rein wirst, wenn du gerichtet wirst” (Ps. 51, 6). (5) Und wenn unsere Verkehrtheit die Gerechtigkeit Gottes triumphieren lässt, was sagen wir (daraufhin)? Etwa, dass es in Gott Verkehrtheit gibt? - Er schickt seine Zornesglut, ich rede wie ein Mensch. (6) Denn: Wie könnte Gott dann die Welt richten? - Weit gefehlt! (7) Sondern: Aufgrund meiner Verkehrtheit wird Gottes Treue mehr und durchbricht alle Schranken, damit ER gelobt wird. (8) Warum also werde ich noch als Sünder gerichtet, und warum läuft es nicht so, wie man über uns lästert: “Sie sagen: Wir wollen das Schlechte tun, damit das Gute herauskommt”? - Über diese Lästerer wird das Gericht gerechterweise kommen. (9) Also, was haben wir für einen Vorteil? Überhaupt keinen! Wir haben schon sowohl Juden als auch Halbjuden als schuldig eingestuft: Sie sind alle unter der Sünde. (10) So steht es auch geschrieben: “Es ist niemand gerecht, nicht einer! (11) Keiner handelt richtig, keiner sucht Gott. (12) Sie sind alle Abweichler, allesamt verdorben, niemand tut Gutes, nicht einer! (13) Ihr Hals ist ein offenes Grab, ihre Zungen zischen glattes Zeug, Schlangengift ist unter ihren Zungen. (14) Fluch und schwarze Brühe kommen aus ihrem Mund. (15) Ihre Füße eilen, Menschenleben zu töten. (16) Zerstörung und Verletzung häufen sich auf ihrem Lebensweg. (17) Sie kennen keinen friedlichen Weg. (18) Sie haben keine Gottesfurcht vor Augen (d.h.: Sie ziehen Gottesfurcht gar nicht in Betracht)” (Ps. 14,1-3; Ps 5,10; Ps. 140,4. Jes. 59,7 Spr. 1, 16; Ps. 36,2). (19) Wir wissen: Alles, was in der Tora steht, wird denen gesagt, die unter der Tora leben, damit alle Menschen still schweigen und also die ganze Welt vor Gott schuldig geworden ist. (20) Also: Durch das Einhalten der Tora wird die sterbliche Menschheit nicht gerecht, sondern durch die Tora entsteht Sündenerkenntnis! (21) Aber auch ohne Tora wird Gottes Gerechtigkeit deutlich. So bezeugen die Tora und auch die Propheten Gottes Gerechtigkeit. (22) Gottes Gerechtigkeit selbst besteht durch die Treue Jesu Christi und kommt durch IHN zu allen und aber alle, die IHM vertrauen. (23) Denn alle Menschen sündigen und haben Defizite darin, Gott wichtig zu nehmen. (24) Die Menschen werden gerecht gesprochen durch Gottes Gnade und durch die Erlösung, die sich durch Jesus Christus ereignete. (25) DEN hat Gott vor uns als goldenen Abschluss der Versöhnung hingestellt, und zwar in Wahrheit, die in der Tatsche ist, dass Jesus sein Leben eingesetzt hat, damit dann auch seine Gerechtigkeit sichtbar gemacht wird. Gottes Gerechtigkeit schafft die Sünden, die wir tun, weg. Gott verschont uns. (26) Es geht darum, dass Gott zu dieser Zeit seine Gerechtigkeit  deutlich macht und darum, dass sein wahrhaftiger Sohn gerecht und für gerecht erklärt ist. (27) Also, wo bleibt nun das Stolzsein? Es ist unmöglich! Und was ergibt sich durch die Tora? Die Befolgung der Tora? Nein! Sondern durch Gottes Glauben erweckende Weisungen entstehen Taten. (28) Deshalb schätzen wir es so ein, dass der Mensch durch Glauben gerecht wird, ohne die Einhaltung der Tora. (29) Oder ist Gott etwa nur der Gott der Juden? Ist er nicht auch der Gott für die Heidenvölker? Fürwahr, er ist auch der Gott für die Heiden! (30) Denn er ist ein und derselbe Gott, der die Beschnittenen aus Glauben heraus gerecht spricht und auch die Unbeschnittenen aufgrund des Glaubens. (31) Also, setzen wir nun die Tora durch den Glauben ab? Weit gefehlt! Sondern wir stellen die Tora hin! Kapitel 4: Nun, was hat nach unserer Meinung unser Vater Abraham in menschlicher Hinsicht gefunden? (2) Wenn Abraham aufgrund seiner Werke gerecht gesprochen worden wäre, dann gäbe es Grund zum Rühmen, aber nicht Gott gegenüber. (3) Was steht geschrieben? “Abraham glaubte Gott, das wurde ihm als Gerechtigkeit angesehen” (1. Mose 12,3). (4) Wisst ihr, wer etwas bewerkstelligt, dem wird sein Lohn nicht aufgrund der Gnade zugerechnet, sondern aufgrund der Schuldigkeit. (5) Dem aber, der nichts bewerkstelligt, sondern dem vertraut, der den Übeltäter gerecht spricht, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit eingestuft. (6) So beglückwünscht auch David mit seinen Worten den Menschen, dem Gott Gerechtigkeit zurechnet, aber nicht durch Werke: (7) “Zu beglückwünschen ist der, dem die Schuld vergeben ist, (8) zu beglückwünschen ist der, dem die Sünde zugedeckt ist” (Ps. 32, 1+2). (9) Also: Bezieht sich diese Beglückwünschung auf das Beschnittensein oder auf das Nicht-Beschnittensein? Haben wir nicht gesagt, dass dem Abraham sein Glaube als Gerechtigkeit eingestuft wurde? (10) Und wie wurde sie ihm zugerechnet? Dadurch, dass er beschnitten wurde oder als er noch unbeschnitten war? Nicht als er beschnitten war, sondern als er unbeschnitten war! (11) Als Siegel für die ihm zukommende Gerechtigkeit hat er den Glauben empfangen, der ihm während seines Nicht-Beschnittenseins entstand, damit er allen Glaubenden zum Vater wurde, und auch den Unbeschnittenen, damit auch ihnen die Gerechtigkeit zugerechnet wird; (12) und damit Abraham auch zum Vater der Beschnittenen wurde, also nicht nur für die Beschnittenen, sondern auch für die, die in seiner Fußspur im Glauben gehen. Diesen Glauben hatte Abraham, als er noch im Zustand des Unbeschnittenseins war. (13) Denn die Verheißung, dass er Besitzer der Welt wird, kam zu Abraham und seinen Nachkommen nicht durch die Tora, sondern durch die Gerechtigkeit, die aufgrund seines Glaubens galt. (14) Wenn den Gesetzesmenschen das Erben zukäme, dann wäre der Glaube leer und die Verheißung unwirksam. (15) Denn die Tora lässt Verdruss entstehen. Wo kein Gesetz ist, gibt es auch keine Vergebung. (16) Deshalb: Aus Glauben heraus und aufgrund der Gnade hat die Verheißung festen Bestand für alle Nachkommen, nicht nur für die Menschen mit Tora, sondern auch für die Glaubensnachkommen Abrahams, der unser aller Vater ist, (17) wie geschrieben worden ist: “Ich habe dich zum Vater von Völkern gemacht” (1. Mose 17,5). Und er selbst vertraute im Hinblick auf Gott, der die Toten wieder lebendig macht und das nicht Existierende anredet wie das Existierende. (18) Abraham wurde unser aller Vater, indem er ohne Hoffnung hoffte und vertraute, damit er zum Vater der Völkerscharen wurde, wie zu ihm gesagt wurde: “So sollen deine Nachkommen sein” (1. Mose 1,17). (19) Sein Glaube wurde nicht schwach, er beachtete weder, dass sein Körper längst kraftlos geworden war, als er so etwa 100 Jahre alt war, noch Saras abgebauten Mutterleib. (20) Er zweifelte nicht an der Zusage Gottes, als hätte er zu wenig Glauben, sondern er wurde im Glauben gestärkt und nahm Gott wichtig. (21) Er wusste wohl in seinem Herzen, dass Gott tun kann, was er verspricht. (22) Deshalb wurde ihm Gerechtigkeit zugerechnet. (23) Aber nicht nur seinetwegen wurde ihm so zugerechnet, (24) sondern auch unseretwegen. Uns steht bevor, dass es uns auch zugerechnet wird, die wir an den glauben, der Jesus, unseren HERRN, auferweckt hat aus den Toten. (25) Jesus wurde wegen unserer Sünden ausgeliefert und auferweckt, damit uns Gerechtigkeit geschieht. Kapitel 5: (1) Deshalb: Nachdem wir durch Glauben gerecht gesprochen wurden, kommt uns Friede mit Gott zu durch unseren HERRN Jesus Christus. (2) Durch IHN haben wir im Glauben Zugang zu dieser Gnade gefunden, in der wir leben, und wir loben hoffnungsvoll die Gewichtigkeit Gottes. (3) Aber nicht nur dies, sondern wir loben auch im Leiden, so dass wir erkennen, dass Not uns zur Geduld bringt. (4) Und die Geduld lässt uns in Versuchungen fest bleiben. Und das Bestehen in Versuchungen bringt Hoffnung hervor. (5) Die Hoffnung lässt uns nicht schlecht dastehen, denn die Liebe Gottes ist durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist, in unsere Herzen gegossen. (6) Zu seiner Zeit ist der Messias für uns Schwache gestorben, für die Sünder. (7) Nun, schwerlich stirbt jemand für den Gerechten. Aber gewiss wird jemand sich einsetzen, um für Gutes zu sterben. (8) Aber dadurch verkündigt Gott uns seine Liebe, denn Christus starb für uns, als wir noch Gottlose waren. (9) Aber jetzt, wo wir durch sein Blut gerecht geworden sind, wie erst werden wir durch IHN gerettet vor dem Zorn (Gottes)! (10) Denn wenn wir durch den Tod seines Sohnes mit Gott versöhnt worden sind, als wir Feinde waren, wie werden wir erst dadurch, dass ER lebt, bewahrt,  nachdem wir durch Gnade angenommen sind! (11) Aber nicht nur das, sondern wir freuen uns an Gott. Jesus Christus bewirkt diese Freude, durch IHN empfangen wir Erlösung. (12) Deshalb: Wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist, und der Tod folgt der Sünde auf dem Fuß, so kam der Tod über alle Menschen aufgrund dessen, dass sie alle sündigen. (13) Denn bis zum Zeitpunkt, als die Tora kam, war die Sünde in der Welt; aber wenn kein Gesetz existiert, wird keine Sünde angerechnet. (14) Dagegen aber herrschte die Sünde von Adam bis Mose, sogar über jene, die nicht so wie Adam gesündigt haben, der selbst ein Vorzeichen des Kommenden ist. (15) Aber die Gabe ist nicht der Sünde entsprechend, sondern durch die Sünde des ersten Menschen finden viele den Tod, aber Gottes Gnade und seine Gaben kommen noch viel mehr und größer zu vielen, und zwar durch die Gnade des ERSTEN Menschen Jesus Christus. (16) Die Gabe ergeht nicht wegen einer Sünde, sondern der Richterspruch ergeht zur Verurteilung aufgrund der Sünde. Aber das Gnadengeschenk ergeht zur Reinigung von vielen Sünden. (17) Denn wenn durch die Sünde des Einen der Tod herrscht aufgrund dieses einen, wieviel mehr lässt uns dagegen das Geschenk Gnade und Gerechtigkeit empfangen! Gnade und Gerechtigkeit regieren im Leben durch den EINEN, Jesus Christus. (18) Daher: Wie durch die Sünde eines Menschen alle Menschen zugrunde gegangen sind, werden alle Menschen durch die Erlösungstat EINES (= Jesus) zum Leben erlöst. (19) Denn wie durch den Ungehorsam eines Menschen viele zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des EINEN viele zu Gerechten. (20) Aber die Tora wurde eingeführt, um die Sünde zu vermehren, und wenn die Sünde vielzählig ist, ist die Gnade in noch viel größerem Ausmaß für uns da. (21) Damit wie die Sünde durch den Tod regierte, auch die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben regiere! Durch Jesus Christus, unseren HERRN! Kapitel 6: (1) Was ist dazu zu sagen? In der Sünde bleiben, damit die Gnade mehr wird? (2) Weit gefehlt für uns! Wir sind gegenüber der Sünde gestorben, also ist es nicht weiter möglich, in ihr zu leben! (3) Oder habt ihr nicht erkannt, dass wir alle, die wir zum Messias Jesus hin getauft sind, zu seinem Tod hin getauft sind? (9) Dadurch dass wir erkannt haben, dass der Messias, nachdem er aus den Toten auferweckt worden ist, nie mehr sterben wird, erkennen wir auch, dass der Tod nie mehr über IHN Macht ausüben wird. (10) Denn wer gestorben ist, ist einmal gegenüber der Sünde gestorben. Und der, der lebt, lebt für Gott. (11) Also, schätzt auch euch selbst so ein: gegenüber der Sünde gestorben, im Leben für Gott, durch Jesus Christus, unseren HERRN. (12) Daher soll die Sünde keine Macht in euren Körpern haben, die doch sterben, indem ihr ihm nachgebt bezüglich seiner Gelüste. (13) Stellt auch eure Körperglieder nicht bereit, um als Kampfgeräte Unrechtswerkzeuge zu sein die sündigen, sondern stellt euer Leben als von den Toten Auferweckte für Gott bereit! Setzt eure Körperglieder zu Geräten ein, die für Gottes Gerechtigkeit im Einsatz sind! (14) Denn die Sünde kann nicht länger über euch herrschen, da ihr ja nicht unter der Tora lebt, sondern unter der Gnade. (15) Also, was nun? Wollen wir sündigen, um nicht unter der Tora zu leben, sondern unter der Gnade? Weit gefehlt! (16) Also: Wie ihr euch zur Verfügung stellt, um jemandem zu dienen und zu gehorchen, so seid ihr den Gehorsam schuldig! Wenn ihr euch der Sünde ergebt, dient ihr der Sünde. Wenn ihr euch dem Gehorsam (Gott gegenüber) ergebt, dient ihr der Gerechtigkeit. Wisst ihr das nicht? (17) Gott sei Lob, denn ihr wart Diener der Sünde, aber dann habt ihr euch von ganzem Herzen dem Maßstab der Lehre übergeben, dem ihr euch ausgeliefert habt. (18) Stuft euch als von der Sünde weg ein, damit ihr euch der Gerechtigkeit unterwerft! (19) Ich rede menschlich, denn ihr seid schwache Menschen. Denn: Wie ihr eure Körperglieder bereitstellt, um der Sünde zu dienen, - Böses führt zu Bösem -, so stellt euch doch bereit, um der Gerechtigkeit zu dienen, zu eurer Heiligung. (20) Denn: Als ihr der Sünde dientet, wart ihr frei von Gerechtigkeit. (21) Was ist überhaupt das Ergebnis, das sich für euch aus den Taten ergab? Etwas, weswegen ihr euch doch schämt, denn den Taten folgt der Tod auf dem Fuß. (22) Also, da ihr doch aus der Sünde befreit seid und Diener Gottes, gibt es für euch das Ergebnis, dass ihr zur Heiligung gelangt, und der folgt das ewige Leben: (23) Denn der Lohn für die Sünde ist der Tod. Aber Gottes Gnadengabe ist das ewige Leben durch Jesus Christus, unseren HERRN! Kapitel 7: (1) Meine Geschwister, ich sage euch, also denen, die die Tora kennen: Die Tora gilt für den Menschen solange er lebt. Wisst ihr das nicht? (2) Eine verheiratete Frau ist gemäß dem Gesetz während seiner Lebenszeit an ihren Mann gebunden. Wenn der Ehemann stirbt, ist sie frei von der gesetzmäßigen Bindung. (3) Wisst ihr, wenn sie zu Lebzeiten ihres Ehemannes die Frau eines anderen Mannes wird, wird sie als Ehebrecherin bezeichnet. Aber nach dem Tod ihres Ehemannes ist sie frei vom Gesetz, und sie gilt nicht als Ehebrecherin, wenn sie einen andern Mann heiratet. (4) Meine Geschwister, so seid auch ihr der Tora gegenüber getötet worden durch den Leib Christi, damit ihr dem Anderen zugeeignet werdet, der aus den Toten auferweckt ist, damit wir für Gott Frucht bringen. (5) Denn das im Menschen vorhandene Begehren nach der Sünde, das aufgrund des Gesetzes im Menschen tobt, lässt Ergebnisse entstehen, die zum Tod führen. (6) Aber ihr seid frei von der Tora und ihr gegenüber, an die ihr gebunden wart, gestorben, damit wir ab jetzt gemäß der Erneuerung, die der Geist wirkt, dienen und nicht gemäß dem veralteten Geschriebenen. (7) Was sagen wir daraufhin? Dass das Gesetz Sünde ist? Weit gefehlt! Sondern: Ich hatte die Sünde nicht erkannt außer durch die Tora, denn ich hätte keine Einsicht ins Begehren, wenn es nicht heißen würde: “Begehre nicht!” (2. Mose 20, 17). (8) Die Sünde fand Anlass, durch die Gebote in mir sämtliche Begierden toben zu lassen, denn ohne Weisungen ist die Sünde tot. (9) Früher lebte ich Mensch ohne Tora, dann aber, als die Gebote kamen, lebte die Sünde auf, (10) aber ich bin gestorben. Und die Gebote, die mir zum Leben gegeben sind, wurden mir zum Tod. (11) Denn die Sünde fand Anlass im Gebot, mich herumirren zu lassen, so dass ich durchs Gebot zu Tode kam. (12) Daher ist die Tora heilig, das Gebot ist heilig, recht und gut! (13) Brachte mir nun das Gute den Tod? Weit gefehlt, sondern die Sünde, damit man sieht, dass die Sünde mir durch das Gute den Tod gebracht hat, damit die Sünde sündiger wird durch das Gebot. (14) Denn ihr habt erkannt: Die Tora ist geistlich, ich bin sterblich und versklavt beziehungsweise unter die Sünde verkauft. (15) Was ich Mensch tue, erkenne ich nicht. Ich tue nicht, was ich will. Aber was ich hasse, das tue ich. (16) Wenn ich tue, was ich nicht will, dann bekenne ich dadurch, dass die Tora gut ist. (17) Also bin ich nicht mehr der Täter, der etwas ausführt, sondern die Sünde, die in mir haust. (18) Denn ich weiß, dass in mir, in meinem Menschsein, nichts Gutes vorhanden ist. Ja, der Wille ist in mir da, aber ich bekomme es nicht hin, das Gute zu tun. (19) Also: Ich Mensch tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. (20) Und wenn es so ist, dass ich tue, was ich nicht will, dann bin ich auf keinen Fall der Täter, sondern die Sünde, die in mir ist. (21) Ich finde dabei in mir das Anliegen, das Gute zu tun, aber die Sünde klebt an mir. (22) Denn dem inneren Menschsein entsprechend habe ich Gefallen an Gottes Weisungen. (23) Doch da sehe ich in mir ein anderes Ansinnen, das gegen das bessere Anliegen kämpft und mich als Gefangenen der Sünde führt. (24) Weh mir! Ich bin ein Mensch im Elend. Wer wird mich herausführen aus dieser Todessituation? (25) Ich lobe Gott durch Jesus Christus, unseren HERRN! Ich diene daher einsichtig Gottes Weisungen. In menschlicher Hinsicht unterliege ich den Weisungen der Sünde. Kapitel 8: (1) Also besteht keine Verurteilung gegenüber jenen, die in Christus Jesus sind, die nicht in menschlich-sündiger Gesinnung leben, sondern dem Geist entsprechend. (2) Denn die Gesetzmäßigkeit des Geistes, der lebendig ist und lebendig macht, befreit dich von der Gesetzmäßigkeit der Sünde und des Todes. (3) Denn was die Tora nicht bewirken konnte - denn sie ist kraftlos, da wir dem Tod verfallen sind -, das hat Gott dadurch bewirkt, dass er seinen Sohn in schwacher Menschengestalt zur Sünde gesandt hat. Und er übergab die Sünde in sündige Gestalt, (4) damit das Anliegen der Tora bei uns erfüllt wird, also bei denen, die nicht dem Sündenwesen entsprechend leben, sondern dem Geist entsprechend. (5) Die Menschen, die dem Sündenwesen entsprechend in sündigen Verhältnissen leben, haben eine sündige Gesinnung, aber die dem Geist entsprechend geistlich leben, haben eine geistliche Gesinnung. (6) Die sündige Sinnesart strebt nach dem Tod, die geistliche Sinnesart strebt nach Leben und Frieden. (7) Daher führt die sündige Sinnesart zur Feindschaft gegenüber Gott, so dient sie nicht den Weisungen Gottes, sie kann das gar nicht. (8) So können die nach sündiger Art Lebenden vor Gott nicht recht sein. (9) Auch ihr seid nicht in sündiger Art, sondern im Geist, wenn der Geist Gottes in eurer Mitte lagert. Denn wenn der Geist in jemandem nicht lagert, ist Christus nicht bei ihm. (10) Wenn aber Christus bei euch ist, dann stirbt zwar der Körper, da er der Sünde verfallen ist, aber der Geist ist lebendig durch die Gerechtigkeit. (11) Wenn aber der Geist, der Jesus aus den Toten auferweckt hat, bei euch lagert, dann gilt: Der, der Christus aus den Toten auferweckt hat, wird auch eure toten Körper durch seinen Geist, der in eurer Mitte lagert, lebendig machen. (12) Daher, meine Geschwister, sind wir dem sündigen Wesen nichts schuldig, etwa, dem sündigen Wesen entsprechend zu leben. (13) Denn wenn ihr dem sündigen Wesen entsprechend lebt, werdet ihr sterben, aber wenn ihr durch den Geist die sündigen Handlungen tötet, werdet ihr Leben haben. (14) Denn die Menschen, die der Geist Gottes in Bewegung bringt, sind Menschen, die zu Gott gehören. (15) Denn ihr habt keinen untertänigen Geist empfangen, um zum Fürchten zurückzukehren, sondern ihr habt den Geist empfangen, der Sohnesrecht enthält, in diesem Geist beten wir: “Abba!” (Das ist aramäisch und bedeutet:) Vater! (16) Dieser Geist bezeugt unserem Geist, dass wir Menschen sind, die zu Gott gehören. (17) Wenn wir Menschen sind, die zu Gott gehören, sind wir auch Erben: Erben Gottes und Miterben neben Christus, indem wir ihm entsprechend leiden, damit wir entsprechend wichtig genommen werden. (18) Denn ich schätze es so ein: Das augenblickliche Elend ist nicht so zu wägen wie die Gewichtigkeit, die uns bevorsteht, um bei uns offenbart zu werden. (19) Denn die Schöpfung hält mit sehnsuchtsvollem Blick danach Ausschau, dass klar wird, welche Menschen Gottes Menschen sind. (20) Denn die Schöpfung ist Dunst und Staub unterworfen, aber nicht willentlich, sondern durch den, der sie unterwirft, ihnen zur Hoffnung. (21) Daher ist auch die Schöpfung befreit worden von der Knechtschaft, die durch die Vergänglichkeit besteht, hin zu der Freiheit, die in der Gewichtigkeit besteht, die Gottes Menschen zukommt. (22) Denn ihr wisst, dass alle geschaffenen Wesen miteinander seufzen und bis jetzt warten. (23) Aber nicht nur das, sondern wieviel mehr seufzen auch wir, wenn wir durch den Geist Erwählte sind. Wir warten sehnsuchtsvoll auf den Rechtsstatus von Söhnen, der in unserer Erlösung besteht. (24) Denn wir sind durch Hoffnung gerettet worden. Allerdings: Die Hoffnung, die man mit den Augen wahrnehmen kann, ist keine Hoffnung, denn wartet man auf etwas, was man sieht? (25) Aber wenn wir auf etwas hoffen, was wir nicht sehen, dann erwarten wir es sehnsüchtig und geduldig. (26) So stützt uns der Geist sogar in unseren Schwachheiten, denn wenn wir nicht wissen, wie wir recht bitten sollen, dann bringt der Geist uns darauf durch unerforschliche Seufzer ohne Worte. (27) Der die Herzen erforscht, weiß, was der Geist meint, denn er bringt die Heiligen darauf, was Gott will. (28) Seht, ihr wisst, dass denen, die Gott lieben, die durch seinen Ratschluss Berufene sind, alles zum Guten hilft. (29) Denn die er von Anfang an erkannt hat, die erkennt er von Anfang an als die, die das Abbild seines Sohnes sein sollen, damit ER der Erste und Erwählte unter vielen Brüdern ist. (30) Und die er von Anfang an erkannt hat, die hat er auch gerufen, und die er gerufen hat, hat er auch gerecht gemacht, und die er gerecht gemacht hat, die versieht er auch mit Zierde. (31) Nun also, was sagen wir im Blick auf all dies? Wenn Gott bei uns ist, wer will uns bekämpfen? (32) ER ist der, der seinen einzigen Sohn nicht in Schutz genommen hat, sondern ER hat IHN für uns alle gegeben. Wird ER uns mit IHM nicht alles geben? (33) Wer wird die Erwählten Gottes schlecht behandeln? Seht auf Gott, der gerecht spricht! (34) Wer wird aburteilen? Seht auf den Gesalbten, der gestorben ist und darüber hinaus von den Toten auferweckt ist! ER ist an Gottes rechter Seite und bittet für uns. (35) Wer wird uns trennen von der Liebe, die Christus uns gibt? Not und Tränen, Anfeindung oder Hunger, dass man uns das letzte Hemd stiehlt, Gefahr oder Schwert? (36) Wie geschrieben steht: “Deinetwegen werden wir den ganzen Tag getötet. Wir werden wie Schlachtvieh behandelt” (Ps. 44, 23). (37) Aber im Bezug auf all dies siegen wir weitaus durch den, der uns liebt. (38) Und ich bin mir sicher, dass nichts uns von Gottes Liebe trennen kann, die ER uns gibt, und die in Jesus Christus, unserem HERRN ist: weder der Tod noch das Leben, weder Engel noch Herrscher, weder Mächte noch Unfälle und nichts, was noch kommt, (39) keine Höhe, keine Tiefe, nichts anderes von allem Erschaffenen! Kapitel 9: (1) Ich sage die Wahrheit in Christus, ich lüge nicht. Ich habe gewisse Erkenntnis durch den heiligen Geist: (2) Ich bin in großer Sorge, ich vergehe in endloser innerer Angst. (3) Ich würde mich von Christus trennen lassen für meine Blutsverwandten. (4) Sie sind Israeliten, sie haben auch den Rechtsstatus von Söhnen und die Gewichtigkeit und die Bundesschlüsse und die Tora als Geschenk, Gott dient ihnen und gab ihnen seine Zusagen. (5) Sie haben die Erzväter, aus ihnen ging in menschlicher Hinsicht der Messias hervor, der der Gott über alles ist, ER sei gepriesen in Ewigkeiten! Amen, das ist gewiss! (6) Es ist nicht so, als wenn Gottes Wort hinfällig geworden wäre. Nicht alle, die aus Israel stammen, sind auch Israel. (7) Auch aufgrund dessen, dass sie Abrahams Nachkommen sind, sind sie nicht alle Menschen, die zu Gott gehören. Denn “nach Isaak werden deine Nachkommen als deine Nachkommen bezeichnet werden” (1. Mose 21, 12). (8) Das heißt: Die in menschlicher Hinsicht Abrahams Nachkommen sind, sind nicht Menschen, die zu Gott gehören, sondern die den Zusagen Gottes glauben, werden als Nachkommen Abrahams eingestuft. (9) Das ist das zugesagte Wort, das so lautet: “Zum verabredeten Zeitpunkt werde ich zurückkommen, und Sara wird einen Sohn haben” (1. Mose 18, 10). (10) Aber nicht nur das, sondern auch dadurch, dass Rebekka von dem einen, unserem Vater Isaak, schwanger war. (11) Und bevor ihre Söhne geboren worden waren und solange sie weder Gutes noch Böses getan hatten, war klar, dass alles nach Gottes Ratschluss geschehen sollte: Der Sohn sollte erwählt sein, aber nicht aufgrund seiner Taten, sondern aufgrund von Gottes Ratschluss, der die Erzväter berief. (12) Zu Rekbekka wurde gesagt: “Der Große soll dem Kleinen dienen” (1. Mose 25, 23), (13) wie geschrieben steht: “Ich liebe Jakob, ich hasse Esau” (Maleachi 1, 2+3). (14) Wenn es so ist, was sagen wir nun? Dass es in Gott Unrecht gibt? Weit gefehlt! (15) Denn Gott sagte zu Mose: “Ich bin dem gegenüber gnädig, dem gegenüber ich gnädig bin; ich wende mich dem liebevoll zu, dem ich mich liebevoll zuwende” (2. Mose 33, 19). (16) Es ergibt sich also nichts daraus, dass man will oder sich bewegt, sondern es geht darum, dass Gott sich liebevoll zuwendet! (17) Denn so steht geschrieben gegenüber dem Pharao: “Ich habe dich aufgestellt, damit so meine Kraft erkannt wird und damit von meinem Namen auf der ganzen Erde erzählt wird” (2. Mose 9, 16). (18) Daraus ergibt sich: Wen Gott mit Erbarmen umgeben will, den kann er auch mit einer harten Schale umgeben. (19) Du sagst zu mir: Warum erteilst du Zurechtweisung? Wer kann denn vor Gottes Wohlgefallen hintreten? (20) Gewiss, Mensch, wer bist du, dass du mit Gott einen Rechtsstreit führen willst? Sagt ein Kunstwerk zum Künstler: Warum hast du mich so gemacht? (21) Hat nicht ein Schaffender die Freiheit, aus Rohmaterial einen Klumpen zu nehmen und einen Gegenstand herzustellen, der gewichtig ist und aus einem anderen etwas, weshalb sich zu schämen wäre? (22) Und wenn es nun so wäre, dass Gott seinen Zorn sehen lassen will, und dass er, damit seine Kraft erkennbar wird, in seinem ganzen zornigen Geist festgesetzt hat, dass ein Werk, was mit seinem Zorn zusammenhängt, zum Niedergang feststeht; (23) allerdings: das, was er im Hinblick auf seine Gewichtigkeit gemacht hat, das hat er zu einem Werk in Zusammenhang mit seinem Erbarmen gemacht und dazu bestimmt, dass ER selbst wichtig genommen wird. (24) Und uns hat er gerufen, nicht nur aus den Juden, sondern auch aus den Heidenvölkern. (25) So sagt er im Buch Hosea: “Die nicht mein Volk sind, werde ich mein Volk nennen, und die nicht Geliebten werde ich Geliebte nennen”. (Hosea 2, 25). (26) Und an dem Ort, an dem man sie “Nicht-meinVolk” nannte, wird man sie Menschen des lebendigen Gottes nennen” (Hosea 2, 1). (27) Jesaja rief über Israel: “Wenn die Anzahl der Israeliten wie Meeressand sein wird, wird ein Rest zu IHM zurückkehren” (Jes. 10,22), (28) denn Gott macht ein Ende und bringt das Beschlossene über die Erde. (29) So sagt auch Jesaja: “Wenn Jahwe der Heerscharen uns nicht einen Entronnenen übrig gelassen hätte, dann wären wir wie Sodom und Gomorrha vernichtet worden” (Jes. 1,9). (39) Was sagen wir nun? Die Heidenvölker, die der Gerechtigkeit nicht nachjagen, erreichen die Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit selbst kommt aus dem Glauben. (31) Aber Israel, das die Gerechtigkeit durch die Tora suchte, hat die Gerechtigkeit durch die Tora nicht erreicht. (32) Wodurch ist das so? Weil sie die Gerechtigkeit nicht aus Glauben heraus gesucht haben, sondern aufgrund von Werken, denn sie stießen sich am Stolperstein (33) wie geschrieben steht: “Seht, ich habe in Zion einen Stolperstein gesetzt, einen Felsen zum Ärgern, aber jeder, der an IHN glaubt, muss sich nicht schämen” (Jes. 8, 14; 28,16).  Kapitel 10: (1) Meine Geschwister, was Israel angeht, will ich von Herzen und erbitte von Gott, dass sie gerettet werden. (2) Ich kann bezüglich Israel bezeugen, dass sie für Gott eifern, aber ohne Erkenntnis. (3) Denn sie erkennen die Gerechtigkeit, die bei Gott ist, nicht. Sie versuchen, ihre eigene Gerechtigkeit aufzustellen, also ordnen sie sich Gottes Gerechtigkeit nicht unter. (4) Christus ist das Ende der Tora! ER bringt all denen Gerechtigkeit, die ihm vertrauen. (5) Bei Mose steht bezüglich der Gerechtigkeit aufgrund der Tora: “Der Mensch, der sich an die Tora hält, wird durch sie leben” (3. Mose 18,5). (6) Und die Gerechtigkeit, die dem Menschen durch Glauben zukommt, spricht folgendermaßen: “Sage nicht in deinem Herzen: Wer wird in die Himmel hinauf steigen?” (5. Mose 30,12), das würde bedeuten, den Messias hinab steigen lassen. (7) Und: “Wer wird aus der Höhe herab kommen?” (5. Mose 30, 13), das würde bedeuten, den Messias aus den Toten herauf steigen lassen. (8) Und es heißt: “Nahe bei dir, in deinem Mund und in deinem Herzen ist das Wort” (5. Mose 30, 14). Genau dies ist das wahrhaftige Wort, das wir verkündigen. (9) Denn wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der HERR ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet. (10) Denn ein Mensch glaubt in seinem Herzen, und das bringt ihm Gerechtigkeit; und er bekennt mit seinem Mund, und das bringt ihm Rettung. (11) Denn es steht in der Schrift: “Jeder, der an IHN glaubt, muss sich nicht schämen” (Jes. 28, 16). (12) Und es ist nicht zu unterscheiden zwischen dem Juden und dem Ionier (Halbjude, der als Heide galt, weil er eine heidnische Mutter hatte), denn ein einziger HERR existiert für sie alle, und der ist reich gegenüber allen, die zu ihm beten. (13) Denn “jeder, der den Namen des HERRN anreden wird, wird gerettet werden” (Joel 3, 5). (14) Werden nun aber die Menschen jemanden anreden, dem sie nicht vertrauen, und werden sie an jemanden glauben, den sie nicht reden gehört haben? Und wie sollen sie ohne Verkündiger hören? (15) Und wie wird man verkündigen, wen sie keine Gesandten haben, wie geschrieben steht: “Wie angenehm sind die Füße des Verkündigers, der Gutes ansagt” (Jes. 52,7). (16) Aber nicht alle Menschen hören auf die evangelistische Botschaft, so sagt Jesaja “HERR, wer glaubt denn, was wir gehört haben?” (Jes. 53,1). (17) Deshalb geht der Glaube aus dem Gehörten hervor, das Gehörte ergeht durch das Reden Gottes. (18) Ich frage: Ob die Menschen es nicht gehört haben? Gewiss, die Stimme der Verkündiger ist hinaus in alle Welt ergangen, ihre Worte erreichten das Ende des Erdkreises” (Ps. 19,5). (19) Ich frage aber, ob Israel keine Erkenntnis hat. Wisst ihr, wie Mose sagt: “Ich will euch eifersüchtig machen auf die, die nicht mein Volk sind. Ich werde dafür sorgen, dass ihr euch über ein gottloses Volk ärgert” (5. Mose 32, 21). (20) Und Jesaja sagt aus vollem Herzen: Gott spricht: “Ich strecke den ganzen Tag meine Hand nach einem Volk aus, das bindungslos ist und sich widersetzt” (Jes. 65,2).  Kapitel 11: (1) Bei alldem frage ich nun, ob Gott sein Volk verworfen hat. Weit gefehlt! Denn auch ich bin ein Israelit, einer von den Nachkommen Abrahams, vom Stamm Benjamin. (2) Gott hat sein Volk nicht verworfen, er hat es von Anfang an erkannt. Oder wisst ihr nicht, was geschrieben steht: ER hat zu Elia, als der mit Gott redete, bezüglich Israel gesprochen: (3) (Elia sagte): “HERR, die Menschen haben deine Propheten getötet, deine Altäre niedergerissen, und nur ich bin übrig geblieben”. (1. Kön. 19, 10+14). (4) Aber wie lautete Gottes Antwort? Gott antwortete: “Siebentausend Mann habe ich übrig behalten, die nicht vor dem Götzen Baal niederfallen” (1. Kön. 19, 18). (5) Und sogar zum jetzigen Zeitpunkt ist noch ein Rest übrig aufgrund der Gnade, die Menschen auserwählt. (6) Und wenn dies so ist aufgrund der Gnade, geschieht es nicht durch die Werke, denn im anderen Fall wäre die Gnade ja keine Gnade. (7) Was bedeutet das? Was Israel gesucht hat, das hat es nicht erreicht. Nur die Erwählten erreichten es, die Übriggebliebenen kamen an. (8) Wie geschrieben steht: “Gott hat ihre Augen schläfrig gemacht, damit sie nicht sehen und ihre Ohren nicht hören, bis heute” (Jes. 6,9+10). (9) David sagte: “Die Speise meiner Feinde möge sie umbringen, damit sie zurückerhalten (was sie mir angetan haben) und zugrunde gehen. (10) Ihre Augen sollen verfinstert sein und nichts sehen, und mache ihre Hüften kraftlos!” (Ps. 69, 23+24). (11) Damit frage ich: Sind die Israeliten gestolpert, damit sie hinfallen? Weit gefehlt! Sondern damit es durch ihre Sünde auf die Rettung der Heidenvölker hinausläuft und damit die Israeliten eifersüchtig werden. (12) Wenn nun die Sünde der Israeliten den Reichtum für die Welt bedeutet und ihr Defizit den Reichtum für die Heidenvölker, wieviel mehr wird Israels Reichtum erst für die Völker bedeuten, wie viel! (13) Denn ich sage zu den Heidenvölkern der Tatsache gemäß, dass ich der Heidenapostel bin: Ich bin stolz, dass dies mein Dienst ist, (14) wenn ich meine blutsverwandten Volksgenossen eifersüchtig machen und einen Teil von ihnen zur Rettung führen kann. (15) Denn wenn die Tatsache, dass Israel verworfen ist, Aussöhnung für die Welt bedeutet, wieviel mehr wird dann doch wohl die Tatsache, dass sie angenommen sind, Leben aus den Toten heraus bedeuten. (16) Und wenn die Zutaten heilig sind, ist auch der Teig heilig. Ist die Wurzel heilig, dann auch die Zweige. (17) Denn ein Teil der Zweige ist abgeschnitten worden, aber du Gestrüppzweig am Ölbaum bist eingepfropft worden wo Israel (auch) ist und mit der Wurzel und dem Fett des Ölbaums verbunden worden. (18) Seid nicht unangemessen stolz, Zweige zu sein! Wenn du stolz bist, musst du wissen, dass du es nicht bist, der die Wurzel trägt, sondern die Wurzel trägt dich. (19) Wenn du sagst: Sind nicht die Zweige abgeschnitten worden, damit ich eingepfropft werden konnte? (20) (Dann antworte ich:) So ist es! Sie wurden aufgrund  dessen abgeschnitten, dass sie kein Vertrauen hatten. Aber du bestehst durch den Glauben. Sei nicht überheblich, sondern ehrfürchtig! (21) Denn wenn Gott kein Mitleid hatte bezüglich der Zweige, die aus dem Ölbaum stammten, wird er deinetwegen vielleicht auch kein Mitleid haben.  (22) Deshalb betrachte also, dass Gott völlig liebevoll ist und auch sehr ernst zu nehmen. Das gilt im Blick auf die, die zu Fall gekommen sind, und es betrifft dich! Seine Liebe ist da, wenn du in seiner Liebe bleibst, wenn nicht dann kannst du auch abgeschnitten werden. (23) Aber das gilt auch für die Israeliten, wenn sie nicht in ihrem Unglauben bleiben, denn Gott kann sie wieder einpfropfen. (24) Denn wenn du vom Gestrüppbaum abgeschnitten worden bist und eingesetzt in den guten, edlen Ölbaum, werden dann nicht erst recht die in den Ölbaum eingesetzt, die ursprünglich aus ihm hervorgingen? (25) Ich leugne nicht, meine Geschwister, - damit ihr euch nicht selbst für weise haltet -, dass dieser Kreis von ihnen, also ein Teil von Israel mit einem verschlossenen Herzen geschlagen ist, bis eine Menge Heidenvölker versammelt ist. (26) Daraufhin wird ganz Israel gerettet werden wie geschrieben steht: “Aus Zion kommt ein Erlöser, er wehrt das Übel von Jakob ab. (27) Dies ist mein Bund mit ihnen, der besteht dadurch, dass ich ihre Sünden wegnehme “ (Jes. 59,20; Jes. 27,9; Jer. 31, 33+34). (28) Wisst ihr, sie sind in Anbetracht der guten Botschaft - euretwegen - Leute, die hassen, damit sie der Erwählung entsprechend Geliebte sind, wegen der Erzväter. (29) Gott tut es nicht leid, was er schenkt und dass er Menschen beruft. (30) So wie auch ihr früher dem Reden Gottes gegenüber ungehorsam gewesen seid, daher doch nun (durch Israels Unglauben) Barmherzigkeit erfahrt, so geht es auch ihnen: (31) Auch sie sind jetzt ungehorsam, damit durch die euch zukommende Barmherzigkeit auch sie Gottes Barmherzigkeit erfahren. (32) Gott hat alle Menschen durch ihren Ungehorsam eingeschlossen, um sich über alle zu erbarmen. (33) Wie unerforschlich reich an Weisheit ist Gott, wie unendlich tief versteht er, Recht zu sprechen. Wer erforscht und findet heraus, wie ER handelt? (34) Und wer hat für Gottes Geist Modell gestanden? Wer macht ihm seine Ratschlüsse klar?  (35) Wer hat ihm diesen Dienst geleistet und dafür etwas erhalten? (36) Kommt nicht ALLES von IHM? Gehört IHM nicht ALLES? Und alles zu IHM hin! So wie IHM die Gewichtigkeit zukommt in alle Ewigkeiten! Amen, das ist gewiss!  Kapitel 12: (1) Also, meine Geschwister, nun ermahne ich euch durch das Erbarmen Gottes, dass ihr eure Körper, also euch selbst, als lebendige und heilige Opfergaben Gott zur Verfügung stellt, und dies wird euer verbindlicher Dienst für Gott sein. (2) Seid nicht wie diese Welt, sondern statt dessen erneuert eure Einsicht, damit ihr prüft und herausfindet, was der Wille Gottes ist: Das Gute, das Begehrenswerte, das Vollendete. (3) Denn der Gabe entsprechend, die mir gegeben ist, sage ich zu allen Leuten, dass niemand von euch mehr Stolz im Herzen hochhält als angemessen ist, sondern jeder sei in dem von Gott zugeteilten Maß an Vertrauen beherrscht in seinen Plänen.  (4) Denn wir haben an einem Körper viele Glieder, aber sie haben nicht alle die selbe Funktion. (5) So sind wir alle, wir vielen, ein Körper durch den Christus und alle eins, und einer von uns ist für den anderen da. (6) Entsprechend der Gnade haben wir verschiedene Gaben, die uns gegeben sind: Wenn jemand Durchblick hat, dann dem Glauben angemessen! (7) Wenn jemandem ein Dienst anvertraut wurde, dann möge er sich mühen, und wenn jemand ein Lehrer ist, dann der Lehre gemäß! (8) Weist jemand die anderen zurecht, dann mit Intelligenz! Ein Geber handle von ganzem Herzen, ein Leiter mit Reife! Wer bereit ist zu liebevollem Handeln: einfach und freundlich! (9) Die Liebe: ohne Heuchelei! Lehnt das Böse ab, heftet euch an das Gute! (10) Die geschwisterliche Liebe soll außerordentlich herzlich sein! Jeder soll seinem Mitmenschen darin zuvorkommen, den anderen wichtig zu nehmen! (11) Bemüht euch, seid nicht träge, steckt euch durch den Geist gegenseitig an! Dient dem HERRN! (12) Freut euch in Hoffnung, tragt im Leiden, wacht im Gebet! (13) Beteiligt euch an dem, was die Heiligen brauchen! Sorgt für die Unterbringung der Wandernden (Wanderprediger). (14) Segnet die euch verfolgen! Segnet und redet nichts Niederschmetterndes! (15) Freut euch mit denen, die sich freuen! Weint mit denen, die weinen. (16) Ihr sollt alle miteinander eine Mitte haben! Ergeht euch nicht im Großen, sondern bewegt euch in den unteren Gefilden! Haltet euch nicht selbst für weise! (17) Reagiert auf etwas Böses nicht mit Bösem! Bemüht euch um das, was alle Menschen als das Gute ansehen! (18) Wenn es euch gelingt und soweit ihr es hinbekommt: Befindet euch mit allen Menschen im Frieden! (19) Meine Geliebten, rächt euch nicht, sondern lasst Platz für Gottes Zorn, denn es steht geschrieben: “Rache und Vergeltung kommen mir zu!” hat Gott gesprochen (5. Mose 32, 35). (20) Deshalb: “Wenn der, der dich hasst, hungrig ist, gib ihm Speise, und wenn er Durst hat, gib ihm etwas zu trinken, denn dann holst du für ihn die Kohlen aus dem Feuer” (Sprüche 25, 21+22). (21) Das Böse soll dich nicht bezwingen, sondern bezwinge du das Böse durch Gutes!  Kapitel 13: (1) Jeder Mensch soll eine demütige Haltung gegenüber der Machtbefugnis von Obrigkeiten haben, denn keine Machtbefugnis existiert ohne Gott, und vorgefundene Obrigkeiten sind unter Gott angeordnet. (2) Daher: Jeder, der sich Obrigkeiten widersetzt, der widersetzt sich gegenüber Gottes Ordnungen. Die sich widersetzen werden das ihnen zukommende Urteil tragen. (3) Denn was die Machthaber angeht: Sie sind nicht wegen der guten, sondern wegen der schrecklichen Taten zu fürchten. Willst du dich nicht vor der Obrigkeit fürchten? Tue Gutes, dann bekommst du Lob von ihr. (4) Denn die Obrigkeit dient Gott, dir zugute. Aber wenn du Böses tust, fürchte dich, denn sie ist nicht ohne Ursache mit einem Schwert umgürtet, denn sie dient Gott, sie rächt mit Zorn das Böse gegenüber jedem, der Böses tut. (5) Daher ist es an uns, uns unterzuordnen, nicht nur wegen der Strafen, sondern auch wegen unserer falschen Taten. (6) Diesbezüglich habt ihr also Leistungen abzuführen, und die ihr euch so einsetzt, dient Gott. (7) Deshalb leistet jedem die Schuldigkeiten: dem ein Dienst zusteht, leistet einen Dienst; dem Abgaben zustehen, leistet Abgaben; vor dem, dem Respekt zukommt, habt Respekt; und wem Gewichtigkeit zukommt, den nehmt wichtig! (8) Seid niemandem etwas schuldig außer jeder seinem Mitmenschen die Liebe, denn wer Liebe praktiziert, stellt Gottes Weisungen hin! (9) Denn die Gebote: “Brich nicht die Ehe! Töte nicht! Rede keine Lüge! Begehre nicht!” und noch andere werden alle vollendet in diesem Wort: “Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!” (3. Mose 19,18). (10) Die Liebe tut dem Mitmenschen nichts Böses, deshalb richtet die Liebe alle Weisungen Gottes auf. (11) So durchschaut ihr die Zeit, denn schon längst ist der Zeitpunkt eingetreten, vom Schlaf aufzuwachen, denn unsere Rettung ist näher als an dem Tag, an dem wir zum Glauben kamen. (12) Die Nacht ist vorbei, der Tag ist nahe gekommen, deshalb wollen wir die finsteren Machenschaften beenden und uns ausrüsten zu hellen, klaren Aufgaben. (13) Wir wollen wie am hellen Tag leben, also selbstbeherrscht und nicht ausschweifend, wir wollen uns nicht betrinken oder gar noch anschließend xbeliebigen Beischlaf haben, auch keinen Streit und keine Eifersucht! (14) Sondern bekleidet euch mit dem HERRN Jesus Christus, und wenn ihr besorgt seid betreff eures Menschseins, dann sorgt dafür, dass ihr nicht in extreme Begierden geratet!  Kapitel 14: (1) Wenn jemand schwach im Glauben ist, nehmt ihn an! Und verurteilt nicht andere Ansichten! (2) Einer zum Beispiel ist der Ansicht, er könne getrost alles essen, aber ein Schwacher isst nur Gemüse. (3) Wer alles isst, darf den nicht gering schätzen, der nicht alles isst. Auch wer nicht alles isst, darf den nicht aburteilen, der alles isst, denn Gott hat den auch angenommen! (4) Wer bist du, dass du einen anderen Diener richtest? Denn gegenüber seinem Herrn steht er oder fällt er! Er wird aber aufgerichtet werden, denn Gott kann ihn aufstellen. (5) Jemand unterscheidet einen Tag vom anderen. Der andere nimmt jeden Tag wie er kommt. Jeder soll eine eigene Meinung haben. (6) Wer zum Beispiel einen Gedenktag hält, soll es dem HERRN gegenüber so halten. Wer keinen Gedenktag hält, soll es dem HERRN gegenüber bleiben lassen. Wer alle Speisen isst, tut es dem HERRN gegenüber, denn er dankt Gott. Wer nicht alle Speisen isst, isst dem HERRN gegenüber nicht alle Speisen, und dankt Gott. (7) Denn niemand von uns lebt seinem eigenen Leben gegenüber, und keiner stirbt seinem eigenen Leben gegenüber. (8) Denn wenn wir leben, leben wir für den HERRN, wenn wir sterben, sterben wir für den HERRN, also: Wenn wir leben und wenn wir sterben, sind wir in der Hand des HERRN. (9) Dazu ist Christus gestorben und auferstanden: damit er der HERR über die Toten und der HERR über die Lebenden sein wird. (10) Und du, warum urteilst du über deinen Bruder? Und warum achtest du deinen Bruder nicht? Uns allen steht bevor, vor dem Richterthron Gottes zu stehen! (11) Denn es steht geschrieben: “Ich lebe, Spruch Jahwes, und vor mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott loben” (Jes. 45, 23). (12) Seht, also wird jeder einzelne von uns Gott Rede und Antwort stehen. (13) Deshalb wollen wir keiner mehr den anderen aburteilen, sondern “urteilt” darüber, dass niemand seinem Bruder Stolpersteine oder Balken vor die Füße legt! (14) Ich habe erkannt und bin sicher, und zwar durch den HERRN Jesus, dass keine Angelegenheit an und für sich unrein ist, sondern etwas ist für den unrein, der es als unrein ansieht. (15) Wenn dein Bruder wegen einer Speisegewohnheit gekränkt ist, verhältst du dich nicht mehr im Sinne der Liebe. Also mache niemanden orientierungslos, wegen dem Christus gestorben ist! (16) Was ihr an Werten habt, soll nicht Stoff für Lästerungen sein. (17) Denn die Königsherrschaft Gottes, bei der es zugeht wie im Himmel, besteht nicht in Essen und Trinken, sondern sie besteht in Gerechtigkeit, Frieden und Freude im heiligen Geist! (18) Wer so wie beschrieben Christus dient, gefällt Gott und ist für die Menschen in Ordnung. (19) Also, wir wollen den Friedensweg verfolgen und uns untereinander fördern. (20) Reißt nicht wegen der Essgewohnheiten nieder, was Gott aufgebaut hat! Es ist alles rein, nur für den Menschen ist es schlecht, der etwas verspeist und gleichzeitig einen Stolperstein im Herzen hat.  (21) Es ist gut, wenn du kein Fleisch isst und keinen Wein trinkst und wenn du nichts tust, was deinem Bruder wehtut, ihn zugrunde richtet oder schwächt. (22) Wenn du Glauben hast, sei er für dich und vor Gott. Zu beglückwünschen ist, wer sein Leben nicht aburteilt bei der Lebensweise, die für ihn angemessen ist. (23) Wer im Bezug auf Speisen irrsinnig handelt, stiftet Unheil, denn er handelt nicht aus Glauben heraus. Und: Was ohne Glauben getan wird, ist Unrecht.  Kapitel 15: (1) Nun ist es an uns Starken, den Schwachen bei ihrer Kraftlosigkeit unter die Arme zu greifen. Wir wollen nicht selbstgefällig sein, (2) sondern jeder einzelne von uns soll sich um das bemühen, was seinem Mitmenschen zum Guten dient und ihn aufbaut. (3) Denn auch Christus lebte nicht selbstgefällig, sondern wie geschrieben steht: “Man schmäht mich, und diese Schmähungen setzen mir zu” (Ps. 69, 10). (4) Also: Alles was uns zur Lehre geschrieben worden ist, ist geschrieben worden, damit wir Hoffnung bekommen durch Geduld und durch die Schriften getröstet werden. (5) Und Gott, der uns trägt und selbst Trost ist, wird geben, dass ihr alle eine Mitte habt wie es Jesus Christus entspricht. (6) Den nehmt ihr wichtig als wäret ihr eine Person und lobt Gott, den Vater Jesu Christi, mit einem Mund. (7) Deshalb: Jeder soll seine Geschwister annehmen wie auch Christus uns angenommen hat, damit Gott wichtig genommen wird! (8) Und ich betone, dass Jesus, der Messias, den Israeliten ein Diener ist, damit die Verheißungen, die an die Erzväter ergingen, durch Gottes Treue bestehen. (9) Und die Heidenvölker nehmen Gott wegen seines Erbarmens wichtig, wie geschrieben steht: “Deshalb lobe ich dich in den Völkern und besinge deinen Namen” (Ps. 18,50). (10) Und es heißt: “Völker, sorgt dafür, dass mein Volk jubelt!” (Ps. 117,1). Auch heißt es: “Lobt Gott, alle Völker, preist ihn, alle Nationen!” (Ps. 117,1). (12) Und bei Jesaja steht: “Und an jenem Tag wird ein Spross aus der Wurzel Isais zum Zeichen für die Völker werden. An ihn werden die Heidenvölker sich wenden. Seine Residenz wird Gewichtigkeit sein” (Jes. 11, 10). (13) Und Gott, der selbst Hoffnung ist, gebe euch reichliche Freude und Frieden durch Vertrauen , damit eure Hoffnung überschüssig wird durch den heiligen Geist. (14) Wisst ihr, meine Geschwister, Gott hat mir im Blick auf euch Gewissheit gegeben, dass ihr mit liebevollem Erbarmen und mit großer Erkenntnis erfüllt seid, so dass ihr einer den anderen ermahnen könnt. (15) Indem ich euch nun schreibe, zeige ich doch etwas Gesicht und erinnere euch an das eine und andere, und zwar der Gnade entsprechend, die mir von Gott gegeben worden ist. (16) Die Gnade hat Gott mir gegeben, um ein Diener Jesu Christi für die Heidenvölker zu sein, auch um Gott als Priester durch das Evangelium zu dienen, damit die Heiden durch den heiligen Geist zur rechten und geheiligten Opfergabe werden, die ich Gott darbringe. (17) Deshalb kommt mir zu, mich durch Jesus Christus vor Gott zu freuen. (18) Denn ich bringe nicht fertig, irgend ein Wort zu sagen, außer was Christus durch mich tut, damit sich durch Wort und Werk das Herz der Heiden zum Gehorsam wendet, (19) auch durch die gewaltigen Zeichen und die Wunder, die durch die Kraft aus Gottes Geist geschehen, bis ich von Jerusalem an, in der Umgebung von Jerusalem und bis nach Illyrien das Evangelium vollständig ausgerichtet habe. (20) Ich betrachte es als Ehrensache, die gute Botschaft zu verkündigen, wo der Name Christi noch nicht bekannt ist, um nicht auf dem Grund und Boden etwas aufzubauen, wo die Brüder gewirkt haben, (21) sondern es soll sein wie geschrieben steht: “Die, denen nichts erzählt worden ist, werden sehen; die nicht gehört haben, werden verstehen” (Jes. 52, 15). (22) Dies ist auch die Angelegenheit, deretwegen ich wieder und wieder verhindert worden bin, zu euch zu kommen. (23) Zurzeit habe ich kein Wirkungsfeld mehr in diesen Gebieten, und ich sehne mich danach, zu euch zu kommen, schon viele Jahre. (24) Ich werde zu euch kommen, indem ich nach Spanien reise; ich warte darauf, euch zu sehen, wenn ich durchreise. Ihr werdet mich dorthin senden, aber zuerst werde ich mich freuen, euch zu sehen. (25) Nun also gehe ich nach Jerusalem, um den Heiligen zu helfen. (26) Die Gemeinden in Mazedonien und Achaja wollen selbstverständlich den armen Heiligen in Jerusalem Gaben schenken. (27) Sie wollten das gerne und sind ihnen etwas schuldig, denn wenn den Heiden durch den heiligen Geist ein Anteil von ihrem geistlichen Gut zukommt, ist es dann nicht an den Christen im heidnischen Gebiet, den Christen in Jerusalem mit materiellen Gaben zu helfen? (28) Also, wenn ich dies zu Ende gebracht habe und den Jerusalemer Christen die Liebesgaben erfüllt habe, werde ich durch euer Gebiet nach Spanien ziehen. (29) Ich weiß, dass ich zu euch in der Segensfülle komme, die durch die gute Botschaft von Christus entsteht. (30) Meine Geschwister, ich ermahne euch durch Jesus Christus, unseren HERRN, und in der Liebe, die der Geist gibt: Betet für mich zu Gott, tut euch mit mir im Gebet zusammen, (31) damit ich von den Abweichlern in Judäa befreit werde und mein Dienst an Jerusalem den Heiligen genehm wird. (32) Und wenn ich zu euch komme in der Freude, die durch Gottes Ratschluss entsteht, werde ich mit euch Ruhe finden und aufatmen. (33) Gott, der Friede ist und Frieden gibt, mit euch allen! Amen, das ist gewiss. Kapitel 16: (1) Nun bringe ich euch unsere Schwester Phoebe in gute Erinnerung, die der Gemeinde in Kenchräa dient. (2) Nehmt sie in Empfang, wie unser HERR es ermöglicht und wie es den Heiligen entspricht, und helft ihr bei allem, was sie brauchen könnte, denn sie hat vielen Leuten geholfen, auch mir selbst. (3) Sagt den Friedensgruß der Prisca und dem Aquila, die meine Freunde sind im Dienst für Jesus Christus. (4) Sie haben für mich den Kopf hingehalten. Nicht nur ich bin ihnen dafür dankbar, sondern auch alle Gemeinden in heidnischen Landen und auch die Versammlung in ihrem Haus. (5) Grüßt auch Aphentos, den ich schätze, er ist der erste, der in Achaja zum Glauben kam. (6) Sagt auch Maria Schalom, die sich unseretwegen große Mühe gemacht hat. (7) Grüßt Andronikus und Junias, meine Vertrauten, mit denen ich verbunden bin, sie sind unter den Aposteln bekannt, sie waren vor mir bei Christus. (8) Grüßt den Amphelias, den ich durch Christus liebe. (9) Sagt den Friedensgruß dem Urbanos, unserem Freund im Dienst für Christus und meinem lieben Istakis. (10) Grüßt Aplis, den in Christus Bewährten, die Leute aus seinem Haus und die Bekannten des Aristobul. (11) Sagt Herodion Schalom, der mir nahesteht, grüßt die aus seinem Haus und die Bekannten des Narkisos, die zu unserem HERRN gehören. (12) Grüßt die liebe Thryphena und Thryphona, die sich in unserem HERRN mühen. Grüßt die liebe Parsis, die sich sehr viel Mühe macht im Dienst für unseren HERRN. (13) Sagt Rufus den Friedensgruß, dem durch unseren HERRN Erwählten und seiner Mutter, die auch für mich wie eine Mutter ist. (14) Grüßt Asynkeritus, Pelegon, Hermas und Patrobas, Jehermis und seine Brüder, die bei ihnen sind. (15) Grüßt Philologis, Julisan, Nirvas und seine Schwester, grüßt Olympas und alle Heiligen, die bei ihm sind. (16) Jeder soll seinen Mitmenschen mit dem heiligen Kuss grüßen. Die Versammlungen Christi senden euch den Friedensgruß! (17) Meine Geschwister, ich ermahne euch, dass ihr euch von der Tätigkeit der Sektierer abwendet und von dem Verführerischen, das der Lehre widerspricht, die ihr gelernt habt, und: Trennt euch von den Sektierern! (18) Diese Leute dienen nicht unserem HERRN Jesus Christus, sondern ihrer eigenen Sucht nach Wiederkäuen. Durch glattes Zeug und Reden, die zu Spaltungen führen, verführen sie die Herzen der leicht Verführbaren. (19) Denn euer Gehorsam ist bei allen bekannt, deshalb freue ich mich über euch, ich will, dass ihr weise Leute seid, damit ihr es gut macht und tadellos seid, außer was das Böse angeht, damit habt nichts zu tun! (20) Und Gott, der Friede ist und Frieden gibt, zertrete den Ankläger (hebräisch: Satan) in Eile unter eure Füße! Die Gnade unseres HERRN Jesus Christus mit euch allen! (21) Sagt euren Friedensgruß auch meinem Freund Timotheus und Lukios, Sason und Sospatros, die mir nahestehen. (22) Ich, Tartios, habe diesen Brief aufgeschrieben. Ich grüße euch in unserem HERRN und wünsche euch Frieden! (23) Gajus, mein und aller Versammelten Herbergsvater, wir alle senden euch den Friedensgruß. Arsetos, der Stadtkämmerer, und Kevartos, unsere Brüder, grüßen euch: Schalom! (24) Die Gnade unseres HERRN Jesus Christus über euch allen! Amen, das ist gewiss. (25) Denn ER kann euch stärken - wie ich die gute Botschaft ausrichte und wie Jesus Christus beruft -, demgemäß wie das Geheimnis klargelegt wurde, das von Weltzeiten her verdeckt war. (26) Aber jetzt ist das Geheimnis gebrochen und erkannt durch die Schriften der Propheten, wie es Gottes ewigen Geboten entspricht, und zwar allen Heidenvölkern, damit sie zum Glaubensgehorsam geführt werden. (27) Unserm Gott, der sich über die Menschen erbarmt, nur IHM allein, kommt die Gewichtigkeit zu durch Jesus, den Gesalbten, in alle Ewigkeiten! Amen, das ist gewiss!                                                      

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